Übergang im Bildungssystem erfolgreich bewältigen

Das Scheitern von Übergängen im Bildungsverlauf unter unseren Schüler*innen ist ein reales Problem. Das gilt in besonderem Maße für die Übergänge von Schule zu Ausbildung oder Beruf. Diese Übergänge konfrontieren Jugendliche und junge Heranwachsende mit erheblichen Veränderungen, die sie vor eine Reihe von Entwicklungsanforderungen auf verschiedenen Ebenen stellen:

  • Individuelle Ebenen wie Verselbstständigung und Persönlichkeitsentwicklung, verbunden mit Trauer, Schmerz, Wut, Freude, Unsicherheit.
  • Beziehungsebenen wie Loslösung und Trennung von Eltern und Bindungspersonen, neue Beziehungen.
  • Lebenswelten wie veränderte Regeln und Aufgaben, Orientierungen.

Der Bedarf an sozialen Ansprechpartner*innen ist folglich besonders hoch.

Wir haben ein sozialtherapeutisches Programm entwickelt, das die Risiken von Übergängen minimiert. Es verfolgt einen vorrangig sekundärpräventiven Ansatz, der darauf abzielt, neben dem Übergang noch weitere aktuelle Belastungen, wie beispielsweise Krankheiten, Krisen, Trennung mit einzubeziehen und an ihnen zu arbeiten.

Das Programm bietet den Jugendlichen und jungen Heranwachsenden die Möglichkeit, in einem geschützten und strukturierten Rahmen ihre Transitionskompetenzen, wie

  • ein positives Selbstvertrauen (Welche Übergänge habe ich bis heute geschafft? Was habe ich konkret gemacht?),
  • ein positives Selbstkonzept (Ich bin zuversichtlich, dass ich erfolgreich sein werde. Ich bin offen für Veränderungen.),
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung (Welche Informationen und Strategien fehlen mir, um die Situation zu bewältigen? Welche Unterstützung benötige ich?),
  • soziale und emotionale Fähigkeiten sowie ein positives Sozialverhalten (Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten erweitern, Transfer von erworbenen Kompetenzen und Bewältigungsstrategien bei Konflikten, die in neuen Situationen einen Nutzen haben könnten)

auszubauen und zu stärken.